vom 30.10. – 06.11.2010
Nach 2 Jahren war es endlich wieder einmal soweit. 12 Fahrer machten sich in 3 Kleinbussen auf den Weg nach Weißrussland, in das kleine Dorf Otor im Kreis Tschetschersk. Daneben flogen 2 Vertreter des Vereins mit dem Flugzeug nach Minsk, um einen Tag später zusammen mit den Fahrern weiter nach Otor zu fahren. Möglich war dies durch die finanzielle Unterstützung der Petra-Lustenberger-Stiftung, des Fördervereins Lützelsoon und ganz besonders der Spenden der Mitglieder von Interfriendship.
Am Samstag, 30.10.2010, frühmorgens um 06:00 Uhr starteten die Fahrer, nachdem Pfarrer Moritz und Pastor Peil Ihnen den Reisesegen erteilt hatten. Nach fast staulosen 1.800 km, aber 7 ½ Stunden in der Grenze von Polen nach Weißrussland, erreichten die Fahrer am Sonntag, 31.10.2010 gegen 14:00 Uhr Minsk.
Bei Swetlana, einer Dolmetscherin bei den vergangenen Sommeraufenthalten, machten wir eine kurze Pause und trafen auf die beiden „Flieger“. Schon bald fuhren wir weiter und erreichten Otor am Abend gegen 22:00 Uhr. Igor, der Direktor der Schule und einige andere Freunde begrüßten uns am Dorfplatz. Wir wurden unseren Gastfamilien zugeteilt, entluden die Autos und gingen dann in unsere Gastfamilien.
Am Montag besichtigten wir als Erstes die renovierte Schulküche, die durch unsere finanzielle Unterstützung in neuem Glanz erstrahlt. Gegen 11:30 Uhr kommt Tatjana Klimowitsch, unsere Partnerin vom Verein „Help to Gomel“, mit den Lebensmitteln. Wir verladen Pakete auf die Kleinbusse, die in die Dörfer fahren und gehen anschließend zum Essen ins Café Bris. Gegen 14:00 Uhr geht es los. 2 Kleinbusse starten in die Dörfer, der größte Teil der Pakete wird aber in die Sporthalle der Schule in Otor gebracht. Und dann beginnt auch schon die Verteilung. Alles läuft routiniert und ruhig ab. Wir fahren in die Dörfer und beobachten die Verteilung. In Nowaja Jaskowtschina leben fast nur noch alte Menschen, die nicht mehr in der Lage sind ihr Paket nach Hause zu tragen. Eine Frau zieht es mit einem Seil hinter sich her. So fahren unsere Männer von Haus zu Haus und bringen die Pakete teilweise selbst in die Häuser. Nicht zu glauben. Bevor es zum Abendessen geht, besprechen wir mit Tatjana Klimowitsch die Aktion und rechnen ab. Sie wird am Dienstag, wenn wir die restlichen Pakete verteilen, nicht mehr da sein. Dann gehen wir zusammen ins Café Bris, wo für uns alle der Tisch reichlich gedeckt ist. Es wird ein schöner Abend. Rafael und Georg bringen Tatjana und ihre Helferin noch nach Gomel.
Am Dienstag werden die restlichen Pakete verteilt. Um 17:45 Uhr werden wir am Dorfplatz in Otor abgeholt und nach Tschetschersk ins Restaurant gebracht. Frau Struck, die Leiterin der Kolchose, hat uns heute Abend eingeladen. Auch die Bürgermeisterin von Otor ist anwesend.
Es ist Mittwoch der 03. November 2010. Heute müssen wir schon packen, denn es geht für einen Teil der Gruppe zurück nach Minsk. Um 10:00 Uhr beginnt ein offizieller Teil in der Schulküche. Herr Nesterowitsch, stellvertretender Landrat ist anwesend und die Kinder der Schule haben Lieder und Sketsche vorbereitet. Aus der Hand des stellv. Landrats erhalten wir eine Dankurkunde, die höchste Auszeichnung der Kreisverwaltung, wie er uns versichert. Die Schulküche wurde mit unserer finanziellen Unterstützung renoviert und ist heute ein Vorzeigeobjekt im Kreis. Anschließend werden Bilder gemacht und es gibt Essen. Eine Journalistin der örtlichen Presse kommt und macht weitere Bilder. Gegen 11:30 Uhr fahren 6 Personen in Richtung Minsk. Dort besuchen Sie Olga Schewzowa, denen sie Medikamente mitbringen, die sie in Belarus nicht kaufen kann. Sie benötigt diese nach 3 Herzoperationen in Deutschland. Auch andere Freunde werden besucht und wir übernachten bei Swetlana. Die restlichen 8Fahrer treffen wir uns am nächsten Tag bei Stoubcy, ca. 80 km von Minsk entfernt. Dort legen wir noch einmal eine Zwischenübernachtung ein, bevor es am Freitag in Richtung Deutschland nach Hause geht. Gemeinsam genießen wir gutes Essen, einen stressfreien Abend, einen Banja-Besuch und das Zusammensein. Wir schlafen gut, stärken uns am nächsten Morgen beim Frühstück und starten gegen 09:20 Uhr in Richtung Heimat. Vorher verabschieden wir uns noch von den „Fliegern“ und unseren Freunden. Ausgeruht beginnt die Rückreise.
Die Grenze von Weißrussland nach Polen passieren in etwas mehr als 3 ½ Stunden. Noch liegen 1.400 km vor uns. Doch wir kommen gut voran. Es geht in die Nacht und Warschau durchfahren wir gegen Abend. In der Nacht um 03:30 Uhr erreichen wir die Grenze zu Deutschland. Keine Kontrollen und wir sind wieder auf heimischem Boden. Man merkt den Fahrern an, dass sie ausgeruht die Rückreise angetreten haben. Um 12:35 Uhr fahren wir in Hargesheim ein und werden von unseren Angehörigen begrüßt. Auch die beiden Flieger sind schon da und freuen sich uns wieder zu sehen. Ein gemeinsames Essen, ein Wodka, noch ein paar Erlebnisse erzählt und dann geht es erst einmal nach Hause. Noch am gleichen Nachmittag richten wir die Autos wieder her und freuen uns dann auf eine Dusche und einen gemütlichen Abend zu Hause.
P.S. Fotos folgen in den nächsten Tagen
Rainer Schwarz
