Heirat in D

...wir haben es geschafft!

Heirat in D

Beitragvon strati (Michael St.) » 14. April 2011, 10:37

Hallo,

nach über 4 Jahren Fernbeziehung wollen meine Uliana und ich heiraten, hier bei mir im Ort. Zuletzt haben wir uns wiederholt mithilfe spanischer 6-Monats-Multi-Schengenvisa getroffen, am einfachsten und billigsten, ne günstige einwüchige Pauschalreise im örtlichen Reisebüro gebucht und gut. Keine Botschaft, kein Schlangestehen, kein Extraflug nach Moskau. Wir haben uns dann in Spanien getroffen, etwas Urlaub gemacht und Rückweg war dann mit mehrwöchigem Aufenthalt bei mir. Weitere Treffen binnen der 6 Monate dann einfach direkt in D.

Nun bin ich mir nicht ganz sicher, kann so ein spanisches Schengenvisum auch zur Heirat genutzt werden? Sprich, eine Woche Mallorca, dann zwei Monate Sprachkurs hier, Heirat und Aufenthaltserlaubnis beantragen in einem Rutsch?

Also kein Heiratsvisum, kein Fzf-Visum, ganz ohne den aufwändigen und nervenzehrenden Umweg über Moskau.

Vielen Dank und viele Grüße,
Michael
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Re: Heirat in D

Beitragvon lausitzer65 (Dirk Xx.) » 14. April 2011, 16:09

Du kannst natürlich bei Deinem Standesamt nachfragen, ob eine Heirat mit Schengenvisum möglich ist (wahrscheinlich ja). Aber danach wird Deine Frau höchstwahrscheinlich keine Aufenthaltserlaubnis bekommen: http://www.bundesverwaltungsgericht.de/ ... ng_9d.html
"Denn sie hat ... bei der Beantragung des Schengen-Visums angegeben, nur zu Besuchszwecken einreisen zu wollen, obwohl sie von vornherein dauerhaft in Deutschland bleiben wollte. Da sie über die Rechtsfolgen falscher Angaben belehrt worden ist, hat sie einen Ausweisungsgrund verwirklicht (§ 55 Abs. 2 Nr. 1 AufenthG)."
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Re: Heirat in D

Beitragvon strati (Michael St.) » 14. April 2011, 18:06

Hallo Dirk,

davon hatte ich gelesen. Ich hatte das so verstanden, dass dort das Problem war, dass in DK geheiratet wurde. In unserem Fall würde ja die Heirat in D sein. Aber du hast nicht unrecht, wir müssen ja die Dokumente vorbereiten, insofern lässt sich schlecht argumentieren, wir würden überraschend heiraten.

"Damit steht die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis unabhängig vom Vorliegen der sonstigen Anspruchsvoraussetzungen im Ermessen der Behörde". Hm, nicht schön, auch wenn es mal ne Anfrage wert ist. Aber wahrscheinlich müssen wir wohl doch einmal in den sauren Apfel deutsche Botschaft beißen. Da nehm ich auf jeden Fall zur Vorbereitung einen Anwalt mit hinzu, dass uns da nichts anbrennt.

Vorher aber wohl doch noch mal ein spanisches Schengenvisum, für den Sprachkurs.

Vielen Dank!
Michael
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Re: Heirat in D

Beitragvon ph-igel (Dietmar Fu.) » 15. April 2011, 19:05

Ja, in D gibt es ein nationales Visum "zum Zwecke der Eheschließung"! Und zugegebenermaßen hat die Frau dabei die meiste Lauferei! Aber an "gewaltige" Kosten kann sich meine Frau nicht erinnern! Sie meint es seien etwa 2000 Rubel gewesen! (inklusive Notar usw.) Wir sprechen hier über russische Dokumente.... und die sind für Russen auch bezahlbar! Allerdings hatte sie wenig Reisekosten! Sie wohnte in ihrer Geburtsstadt!
Und die Sache mit dem Bangen.... das verstehe ich jetzt nicht!
Wenn man chronologisch vorgeht hat das Standesamt alle erforderlichen Unterlagen und das OLG hat zugestimmt! Dann ist der Termin bei der Botschaft ein Selbstläufer! Bei einer ordentlich angemeldeten Eheschließung in D und dem Vorliegen aller erforderlichen Dokumente inkl. OLG hat die Botschaft keine Chance mehr! Der Ermessensspielraum der Botschaft ist in diesem Fall fast Null! Nur im Falle einer offensichtlich geplanten Scheinehe können sie das Visum dann noch verweigern! Die Frau geht hin, sagt drei Sätze auf Deutsch (wegen A1-Nachweis) und bekommt das Visum eingeklebt!
Ich weiß wirklich nicht, warum man sich deshalb immer so verrückt macht! Wenn alle Dokumente in D vorliegen ist ein Heiratsvisum echt ein Klacks! Viel einfacher als eine nachträgliche FZF! Zumal einem dann zukünftig auch eine knurrige ABH erspart bleibt!
LG
Dietmar
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Re: Heirat in D

Beitragvon andreas2709 (Andreas Ko.) » 15. April 2011, 21:16

strati (Michael St.) hat geschrieben:Hallo Andreas,

mein bisher erstes und letztes Mal bei der ABH hatte ich eine sehr feindselige Atmosphäre wahrgenommen. Ich war unter den ca. 10 Wartenden der einzige Deutsche, aber auch danach im Büro wurde es nicht besser. Die Auskunft die ich damals wollte, bekam ich nicht wirklich.

So als wenn die Ausländer deutschfeindlich und die deutschen Sachbearbeiter ausländerfeindlich wären. Daher will ich erst wieder zur ABH wenn ich meine Rechte und Pflichten soweit überschauen kann.

Viele Grüße,
Michael

PS: Die beste Freundin meiner Uliana hat letzten Juni in RU einen Kanadier geheiratet. Die wartet immer noch auf die kanadische Immigrationserlaubnis.


Vielleicht hast du einen schlechten Tag erwischt.
Wenn deine ABH mauert, kannst du aber auch in der Heimat deiner Verlobten heiraten.
Ich habe 2008 in Belarus geheiratet. Meine Frau ist in Polotsk zum Standesamt und hat nachgefragt welche Papiere wir brauchen.

Das waren auf meiner Seite:
1. Scheidungsurteil mit Apostille (15,00€)
2. Meldebestätigung mit Apostille (20,00€)
3. Kopie meines Reisepasses
4. Schreiben meiner Firma das ich nur 14 Tage Urlaub in der Zeit habe (sonst musst du 17 Tage im Land sein bevor du heiraten kannst)

Das ganze musste übersetzt und notariell beglaubigt werden. Haben wir alles in Belarus gemacht (ca.30,00€)
Es war eine wunderschöne Hochzeit mit der Familie meiner Frau.
Eine Kopie der Heiratsurkunde habe ich ins deutsche übersetzen und mit einer Apostille versehen lassen. Die habe ich dann nach meiner Rückkehr im Einwohnermeldeamt vorgelegt und das wars dann auch schon.
Da meine Frau aber noch einen Vertrag an der Uni in Polotsk bis April 2010 hatte und den auch erfülle wollte, haben wir die FZV erst letztes Jahr gemacht.
In der Zeit haben meine Frau und Sohnemann fleißig deutsch gelernt.
Das FZV war auch kein Problem.
Zuerst aufs ABH und den Laufzettel abgearbeitet, meine Frau hat das Antragsformular fürs FZV ausgefüllt und die notwendigen Unterlagen beigefügt und damit sind wir dann nach Minsk zum deutschen Konsulat. Die haben dann auch in einem Interview (der Konsularmitarbeiter war sehr nett) ihre Deutsch-Kenntnisse geprüft und nach 3 Wochen durfte sie die Visa für sich und ihren Sohn abholen.

Was ich damit sagen will ist, ich bin mit den Leuten bei meiner ABH immer höflich umgegangen und bin auch genau so behandelt worden. Die Sacharbeiterin meinte dann auch das ich eine Ausnahme wäre, die meisten wären aufbrausend und arrogant und sie hätte da schon ganz andere Sachen erlebt.

LG
Andreas
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Re: Heirat in D

Beitragvon strati (Michael St.) » 15. April 2011, 22:22

Hallo,

@alle: Mein Standesbeamter wusste es nicht, gibt es in RU ein Ehefähigkeitszeugnis oder (wie mir scheint) nur die Eheunbedenklichkeits- oder Ledigkeitsbescheinigung (die dann hier via Standesamt zum OLG/Regierungsbezirk(?) muss, um das fehlende Ehefähigkeitszeugnis zu ersetzen)?

Ich bringe wohl noch die richtige Reihenfolge von Apostille und Übersetzung durcheinander. Z.B. Ihre Geburtsurkunde.
1. Apostille, dann 2. Übersetzung mit notarieller Beglaubigung? Oder andersrum, erst übersetzen, dann Apostille?


@Andreas: Ich hoffe, dass du recht hast mit dem schlechten Tag beim ABH (beim Landkreis). Lange Warteschlangen verursachen natürlich bei allen Beteiligten keine Begeisterung.

War heute auf dem Standesamt (hier im Ort), sehr freundlich und hilfsbereit :D nur leider bzgl. Visum und RU-Details unwissend. Damit ist klar, dass ich mir erstmal vom Standesamt die "Bestätigung des deutschen Standesamtes, dass alle Voraussetzungen zur Eheschließung erfüllt sind" besorge. Wenn ich http://www.moskau.diplo.de/contentblob/ ... ng_dld.pdf
richtig verstanden habe, reduziert das den Papierberg für Moskau deutlich.

Den Sprachkurs ziehen wir bewusst vor. Uliana ist gut mit Fremdsprachen, und wir haben nochmal zwei Monate, wie gut wir im Alltag miteinander auskommen. Ein B2 ist sicher besser als ein A1 :) Und nach der Heirat soll sie auch wirklich direkt hier bleiben können. Heirat bei ihr in RU war nie wirklich Thema. Und Ihre Arbeit ist seit Jahren ein Problem, sie mag sie nicht mehr und sie hat wiederholt Urlaub nicht bekommen wie es zur Multivisum-Restlaufzeit gepasst hätte. Wir hatten uns daher entsprechend weniger gesehen. :(

Viele Grüße, Michael
strati (Michael St.)
 
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Re: Heirat in D

Beitragvon ice_dragon (Klaus La.) » 16. April 2011, 06:48

Hallo Michael
Die Heirat in Deutschland ist kein Problem.
Gehe zu deinen Standesbeamter und frage was du alles brauchst für die Heirat in Deutschland.
Die ABH brauchst du erst mal gar nicht.
Besorge ALLES (auch deine Frau muß das machen) was sie möchten.
Wenn du alles hast,auch das von deiner Frau also ALLE Papiere die sie brauchen für eine Heirat,must du sie von einer oder einen Zugelassenen Übersetzer übersetzen lassen.
Jetzt gehst du wieder zu deinen Standesbeamter.
Der Standesbeamter prüft jetzt alle Papiere und schickt sie zum OLG.
Jetzt prüft das OGL die Papiere und giebt dir das OK ber Post (oder auch nicht wenn was nicht stimmt)mit einen Zahlschein.
Bezahle es und hole die Papiere selbst beim OLG ab.(das kann man machen).
Jetzt wieder zum Standesbeamten gehen und abgeben (auf keinen fall denn Umschlag selbst öffnen).
Erst JETZT gehst du auf deine ABH,mit denn Papieren die dir dein Standesbeamter mit gibt(am besten ist es wenn du da schon einen Termin für die Heirat hast,denn dann macht ihr denn ABH bischen feuer :D ).
Die Papiere werden dann von deiner ABH nach Moskau gefaxt.
Wenn dann die Papiere in Moskau sind,dann und erst dann kann deine Frau einen Termin mit der Botschaft machen.
Jetzt kann deine Frau nach Moskau fahren und das Heiratsvisum machen(Bearbeitung ca.3-4 Tage),nicht vergessen sie brauchen noch denn A1 Test und denn Reisepass von deiner Frau sonst brauchen sie nichts.
Wenn dann deine Frau da ist gehst du mit ihr zu deinen Standesbeamter und zur ABH,wegen Heiratstermin und Aufenthalt.
So das ist alles was ihr machen müsst erst mal.
PS.
Meine Frau ist auch mit denn Zug von Armawir nach Moskau gefahren (ca 1,5 Tage fahrt.)und von Sotschi sind es ca 8-9 Std mehr.
Ach ja wir haben von denn Entschluss zu Heiraten bis zur Heirat in Nürnberg am September genau 6.Monate gebraucht.
Gekommen ist sie aber schon im August.
Wenn du noch was wissen möchtest schreibe mir eine Pm,dann können wir ja mal tele.
MfG.
Tamara und Klaus aus Nürnberg
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Re: Heirat in D

Beitragvon ice_dragon (Klaus La.) » 16. April 2011, 06:55

Hallo Michael
Deine Frage wegen denn Apostille von denn Russischen Dokumenten.
Erst die Apostillen stellen im Russland und dann erst hier übersetzten lassen.
Und die Voraussetzungen zur Eheschließung muß erfüllt sein sonst geht gar nichts.
MfG.Tamara und Klaus
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Re: Heirat in D

Beitragvon strati (Michael St.) » 16. April 2011, 19:20

Hallo Tamara und Klaus,

herzlichen Dank! :D Mir ist jetzt einiges klarer bzgl. der Reihenfolge und der ABH-Einbindung.

Geht das Heiratsvisum wirklich so schnell, wenn das so vorbereitet ist? Wow 8)

Erst Apostille, dann übersetzen, nun auch klar. Gibt es einen besonderen Grund, hier in D übersetzen zu lassen?

Standesamt will nur Geburtsurkunde, Meldebescheinigung, Ehefähigkeitszeugnis/Ledigkeitsbescheinung, sowie Ausweis oder Reisepass. Aber letzteres würde ich eher ungern im Original verschicken, auch nicht per DHL, muss ja auch heile wieder zuück. Evtl. reicht eine beglaubigte Kopie der ersten Pass-Seiten, werde nochmal nachfragen. Oder Uliana bringt das alles selbst mit, wenn sie für einen Sprachkurs herkommt.

Mal schauen, was sich noch an Fragen auftut. Jetzt ist erstmal nach RU kommunizieren und abarbeiten angesagt.

Vielen Dank nochmal! Auch für euer Angebot bzgl. PM bzw. Telefon.
Michael
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Re: Heirat in D

Beitragvon lausitzer65 (Dirk Xx.) » 17. April 2011, 20:27

strati (Michael St.) hat geschrieben:Geht das Heiratsvisum wirklich so schnell, wenn das so vorbereitet ist? Wow 8)
Erst Apostille, dann übersetzen, nun auch klar. Gibt es einen besonderen Grund, hier in D übersetzen zu lassen?

Bei uns war das Heiratsvisum 2 Wochen nach Antragstellung fertig (Botschaft Moskau, Januar 2010). Für die Botschaft hatten wir die Bescheinigung des Standesamtes, dass der Hochzeit nichts im Wege steht, d.h., das OLG hatte zugestimmt. Diese Zustimmung hat von allem am längsten gedauert, ich glaube so 6 Wochen.
Die ABH kannte unseren Fall schon, da ich kurz vorher schon die VE für die Zeit bis zur Hochzeit beantragt hatte und alle Unterlagen schon in der Akte waren.
Die Übersetzungen sollte man am besten dort machen lassen, wo sie gebraucht werden. In Deutschland bei einem Übersetzer, der beim OLG zugelassen ist.

Gruß, Dirk
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Re: Heirat in D

Beitragvon ice_dragon (Klaus La.) » 19. April 2011, 04:48

Hallo Michael
Das Heiratsvisum gehet so schnell,wenn das OK von den OLG da ist und die ABH alle Papiere nach Moskau gefaxt hat.
Die Ausweise brauchst du noch nicht in Orginal ,erst wenn deine Frau da ist wollen sie die Ausweise sehen erstmal reicht eine kopie,aber frage da lieber noch mal nach.
Normal bekommst du eine Liste ,wo alle Übersetzer die das OLG zugelassen hat drin stehen.Wenn du die Übersetzung hier machst haste kein prob.Gut es ist nicht so billig wie in Russland,aber es ist eben besser das zu machen was die Ämter vorschlagen glaube mir.
MfG.Tamara und Klaus

Ps.Ach Ja noch was wenn deine Frau alle Papier bis zum 12.5.gemacht hat kann ich sie auch mit nach Deutschland nehmen,denn ich bin selbst in Russland(Armawier)dann geht es schneller und es ist sicherer. :wink:
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Re: Heirat in D

Beitragvon FauWeh » 30. Juli 2011, 15:30

Ich hab mich kürzlich bei meinem Standesamt schlau gemacht was gebraucht wird. Ist gar nicht soviel.
Kopien von Inland- und Auslandspass.
Geburtsurkunde, Wohnortnachweis, Ledigkeitbescheinigung. Alle drei mit Apostille. Beglaubigung durch Konsulat ist nicht meht erforderlich. (jedenfalls bei mir bzgl. UA ). Alles muss dann am besten hier übersetzt werden. Eine Ermaächtigung von Ihr, dass ich die Heirat alleine beantragen darf. Das wars.
Damit wieder zum Standesamt. Von dort geht alles zum OLG. Nach ca 4 Wochen soll dei Erlaubnis wohl kommen.
Nur mal so zur Info
Gruß
F
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Re: Heirat in D

Beitragvon FauWeh » 27. Oktober 2011, 11:09

Kurze Übersicht:
Es kann sich ganz schön ziehen. Geburtsurkunde ist natürlich in Geburtsort der Dame zu beantragen und abzuholen. Dann muss alles apostilliert werden. Wo genau meine Herzdame dies in UA gemacht hat hab ich nicht durchschaut. Aber man muss ja nicht alles wissen. Jedenfalls kostet es Zeit und Nerven und Reisen. Und natürlich etwas Geld.
Nun habe ich die genannten Unterlagen aus meinem obigen Beitrag hier. Den Pass hatte ich bei ihrem letzten Besuch gescannt :mrgreen: . Kann ich empfehlen.
Geschickt hatte sie ihre Papiere nach Preischeck mit FedEx. Waren wohl so 50 $. Ist aber sicher und schnell hier gelandet. War nach 2 Tg hier. :)
Mein Standesbeamter gab mir einen Tip bzgl Übersetzerin. Diese muss nach ISO Norm erfolgen. Ganz wichtig. Und der Übersetzer muss staatlich vereidigt sein. Eine einfache Übersetzung reicht nicht. Gekostet hat mich die Übersetzung der 3 genannten Papiere 80 Euro. War nach 2 Tg fertig. Am nächsten Tag alles zum Standesamt. Dort wurde gleich alles angesehen und für gut befunden. Nur der offizielle Teil der Beatragung der Hochzeit dauert wohl etwas. Da hat er derzeit nicht die Zeit. (blöder 11.11.11. :( ) muss also noch warten bis Mitte November. So wird es wohl nichts mehr mit Hochzeit dies Jahr. Alles doof :(
Ach ja. Ich beantrage die Hochzeit allein. Dafür hatte mir meine Herzdame eine spezielle Vollmacht bei Ihrem letzten Besuch unterschrieben. Erhältlich beim Standesamt.
So kann es sich ziehen.
Aber die Zeit wurde natürlich auch für weiteres Deutsch lernen genutzt. Der anstehende Goethe Test sollte also nicht das Problem sein.
Dies als Übersicht wie es laufen kann. Es muss viel beachtet werden. Wie zum Beispiel beliebte Hochzeitsdaten........
Auf bald. Update erfolgt
Gruß
FW
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Re: Heirat in D

Beitragvon loddel (Lothar Ma.) » 27. Oktober 2011, 13:16

Wenn es ums beibringen der Geburtsurkunde meiner Frau gegangen wäre, wären wir heute immer noch nicht verheiratet, da sie im heutigen Kasachstan geboren, aber im heutigen Russland aufgewachsen ist. Hatten beim kasachischen Standesamt eine beglaubigte Kopie angefordert, das einzige, was nach 6 Monaten kam, war ein Brief, dass der Vorgang in Bearbeitung ist. Wir sind jetzt schon über 4 Jahre verheiratet, auf die beglaubigte Kopie der Geburtsurkunde warten wir immer noch. Der Standesbeamte war einsichtig und hat uns auch nur mit der vorhandenen, hier übersetzten Geburtsurkunde, verheiratet.
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Re: Heirat in D

Beitragvon asmartcap (Frank He.) » 13. Dezember 2011, 13:53

Hallo,

ich glaube das ist mein erster Beitrag hier ;)

Unsere Situation ist folgende, beim Standesamt Berlin Heirat beantragt und auch bestätigt. Kammergericht Berlin hat ebenfalls bestätigt und wir wollten jetzt bei der deutschen Botschaft Nowosibirsk den Antrag auf FZV zwecks beabsichtigter Eheschliessung abgeben. Nun geht es ja eigentlich und immer wieder um die Dokumente die beigebracht werden müssen. Fehler dabei sind ungünstig, da meine Verlobte wieder anreisen müsste. Laut dem (alten) Merkblatt brauchen wir folgende Sachen:

 Auslandspass
 Inlandspass und zwei Kopien der Seite mit den persönlichen Daten und dem
Familienstandsstempel
 Zwei in deutscher Sprache ausgefüllte und eigenhändig unterschriebene Anträge
auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis mit aufgeklebten Passfotos und ein
zusätzliches Passfoto für das Visum
 zwei eigenhändig unterschriebene Erklärungen gemäß § 55 AufenthG
 Reisekrankenversicherung und zwei Kopien
 Mit je zwei Kopien: Bestätigung des deutschen Standesamtes, dass alle
Voraussetzungen zur Eheschließung erfüllt sind

Meine Verlobte hatte (wie immer) das VISA Büro in Barnaul angerufen, die widerum die Botschaft angerufen hatten. Es stellte sich heraus das die Botschaft angeblich zusätzlich noch folgende Dokumente haben wollte:

- Geburtsurkunde der Verlobten
- Anmeldebescheinigung von mir
- offizielle Einladung von mir
- 2 Kopien von meinem int. Pass

Was für ein Aufwand??? Eine offizielle Einladung?? Zumal wir ja die bestätigung unseres Standesamtes schon haben und die ja alle Dokumente in Ihrem Besitz sind. Ist das vielleicht ein Trick der d.Botschaft um nicht sofort an einem Visa arbeiten zu müssen. Ich kann mir das nicht vostellen ...

brauche echt Eure Hilfe ;)
Euer Frank
asmartcap (Frank He.)
 
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Re: Heirat in D

Beitragvon ph-igel (Dietmar Fu.) » 13. Dezember 2011, 17:34

Natürlich braucht sie eine VE! (Einladung)
Bei der Einreise und die ersten Tage danach ist sie ja noch nicht verheiratet.
Also braucht sie jemanden, der "für sie gerade steht".
Hat mit Heirat nichts zu tun. Ist einfach Visa-Recht.

Und die Geburtsurkunde braucht sie natürlich sowieso. Wie soll sie sonst heiraten?
Der Inlandpass muss übrigens komplett kopiert sein! Nicht nur ein paar Seiten.

Vegesst die Apostillen und beglaubigten Übersetzungen nicht!

Gruß
D
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Re: Heirat in D

Beitragvon FauWeh » 13. Dezember 2011, 21:44

Nachweis deutscher Sprachkenntnisse. Vorzugsweise Gorthe A1
Nachzulesen hier
interessant ist dass in Kiew leichte Unterschiede bestehen.
Von einer VE ist in beiden Fällen nicht die Rede. In Kiew braucht man allerdings eine "formlose Erklärung des in Deutschland lebenden Verlobten, dass die Eheschließung geplant ist und er die bis zur Eheschließung entstehenden Kosten im Sinne der § 66 - 68 AufenthG übernimmt
mit beigefügter Kopie des Personalausweise oder Reisepasses (im Original mit zwei Kopien)"
Aber dies ist ja dem fast gleich zu setzen. Ich würde es in Moskau ähnlich machen. Oder doch eine VE mitschicken.
Gruß
FW
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Re: Heirat in D

Beitragvon LonelySteve (Steve V.) » 3. April 2013, 15:52

Hi! Weiß jemand was mit der Meldebestätigung gemeint ist? Das Standesamt verlangt von mir zwecks Befreiung von der Beibringung eines Efz
*Geburtsurkunde im Original (o.k., kein Problem)
*Kopien vom russischen Inlandspass (o.k., kein Problem)
*aktuelle eigene Familienstandserklärung (o.k., kein Problem)
[b]*eine Meldebestätigung......
was meinen die damit? Diese Meldebestätigung steht doch im Inlandspass, oder?[/b] meinen die etwa die Propiska?
Ich kann auch eine [b]konsularische Ehefähigkeitsbescheinigung [/b]vorlegen...aber kA was das sein soll.....kann mir jemand hier helfen?
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Re: Heirat in D

Beitragvon Dirk-M (Dirk M.) » 3. April 2013, 17:28

Hallo Steve,

die geforderte Meldebestätigung ist nichts anderes als ein formeller Nachweis über
die Anschrift / Adresse in UA. Je nach Stadt ist diese einfach und relativ günstig
zu bekommen.
Dirk-M (Dirk M.)
 
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Re: Heirat in D

Beitragvon thorstenf (Thorsten Fü.) » 6. April 2013, 14:58

Hallo Leute,
habe mal so Eure sehr interessanten Infos durchgelesen. Eigentlich wollte ich meine Freundin (Russin) auch erst in Deutschland heiraten, der Erstkontakt mit der ABH und dem Standesamt (jeweils nach Terminanmeldung) war sehr freundlich, hat mich echt überrascht und begeistert. Allerdings waren die Anforderungen an die Unterlagen so umfangreich, dass meine Freundin nun eine Heirat in Dänemark bevorzugt. U.a. sollte der Inlandsausweis und die Passkopie von der deutschen Botschaft in Moskau bestätigt sein, d.h. allein dafür separate Anreise. Erst mal habe ich beim AA in Berlin angerufen und gefragt, ob die das in Moskau tatsächlich bestätigen. Auch dort war man außerordentlich freundlich und zuvorkommend, was aber nichts an der Tatsache der Bestätigung durch die deutsche Botschaft in Moskau änderte. Eine Meldebescheinigung benötigt sie auch, einen Einkommensnachweis, da sich angeblich die Gebühr des OLG nach unser beider Einkommen richtet, und ich weiß nicht was noch alles (Sachsen), eigentlich schade, dass man sich mit den Unterlagen so anstellt. Passkopien von einem russischen Notar bestätigt sollten doch auch reichen...
Jedenfalls nehmen wir jetzt die Dienste einer Heiratsagentur in Dänemark in Anspruch, nachdem meine diesbezügliche Anfrage hierzu im Forum leider ohne verwertbare Antwort blieb, scheint diese Variante nur selten genutzt zu werden, wie ich vermute.
Beste Grüße
Thorsten
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Re: Heirat in D

Beitragvon ph-igel (Dietmar Fu.) » 6. April 2013, 15:52

thorstenf (Thorsten Fü.) hat geschrieben:Eigentlich wollte ich meine Freundin (Russin) auch erst in Deutschland heiraten

U.a. sollte der Inlandsausweis und die Passkopie von der deutschen Botschaft in Moskau bestätigt sein


Wohnt Deine Freundin (russische Staatsbürgerin) In RF?
Da gibt es nämlich so etwas wie Apostillen. Solltest Du den Behörden mal erklären. :lol:

Meine Frau hat sich seinerzeit jedenfalls auf jedes Dokument eine Apostille nähen lassen und gut war es.
Das die dt. Botschaft Dokumente beglaubigen muss gibt es nur in Ländern, die diesem Verfahren nicht beigetreten sind.
RF gehört definitiv nicht dazu.

Btw. Heirat in DK vertagt das Problem nur. Wenn Deine ABH schon bei einer Heirat in D auf solch schräge
Gedanken kommt, müsst Ihr den ganzen Kram sowieso besorgen, weil sie eine FZF machen werden.....
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Re: Heirat in D

Beitragvon thorstenf (Thorsten Fü.) » 6. April 2013, 18:31

Jupp, sie wohnt in der RF. Mir sind diese Anforderungen auch suspekt, zumal ich das im Forum nicht wirklich so gelesen habe, naja. Aber ich gehe ja mal davon aus, dass sie als meine Frau später in einer doch weitaus besseren Situation ist, bei der dt. Botschaft dann ihr deutsches Visum zu bekommen.
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